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8,6 Millionen Kilowattstunden eingespart: Energieeffizienznetzwerk zieht positive Bilanz

22 April, 2026

Mehr als 80 Maßnahmen, 8,6 Millionen Kilowattstunden weniger Energieverbrauch und ein übertroffenes Einsparziel: Das Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerk Berchtesgadener Land zeigt, was gemeinsame Netzwerkarbeit erreichen kann.

In den vergangenen drei Jahren haben regionale Unternehmen gemeinsam mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) und dem Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice intensiv daran gearbeitet, konkrete Effizienzpotenziale zu heben und Energiekosten nachhaltig zu senken – mit messbarem Erfolg: Insgesamt wurden im Netzwerk Maßnahmen umgesetzt, die zu einer Einsparung von rund 8.600 Megawattstunden Energie führten. Damit wurde auch das gemeinsame Ziel, 5,5 Prozent des Energieverbrauchs einzusparen, übertroffen. Zusätzlich konnten durch die umgesetzten Maßnahmen rund zehn Prozent CO₂ eingespart und der jährliche Ausstoß um etwa 2.500 Tonnen reduziert werden.

Die umgesetzten Maßnahmen zeigen die große Bandbreite möglicher Ansätze – von der Optimierung von Beleuchtung und Druckluftsystemen über Wärmerückgewinnung und Prozessverbesserungen bis hin zu Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und Elektromobilität. Ein konkretes Beispiel liefert die Wäscherei Abel in Anger: Dort wurden unter anderem eine Photovoltaikanlage mit 360 kWp installiert, LED-Beleuchtung eingeführt, E-Fahrzeuge angeschafft sowie Maßnahmen zur Wärmerückgewinnung, Isolierung und Wasserreduktion umgesetzt. Damit konnte das Unternehmen seine Energieeffizienz um 16 Prozent steigern und die CO₂-Emissionen um 19,1 Prozent senken.

Auch beim Hotel Klosterhof in Bayerisch Gmain wurden erfolgreiche Maßnahmen umgesetzt: Durch die Nutzung der Abwärme aus der Zimmerkühlung konnten fast zehn Prozent des fossilen Gases eingespart werden. Gleichzeitig wurde die Lärm- und Wärmebelastung in der hoteleigenen Tiefgarage reduziert. Das Beispiel zeigt, dass mit kosteneffizienten Ansätzen betriebsübergreifend wirksame Hebel für Energieeinsparung und Emissionsreduktion erschlossen werden können.

„Das Engagement der regionalen Betriebe für eine zukunftsfähige Energieversorgung und -nutzung ist bemerkenswert“, betont Lars Holstein vom Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice.

Besonders der enge Austausch im Netzwerk habe dazu beigetragen, Einsparpotenziale schneller zu erkennen und Maßnahmen gezielt umzusetzen. Auch der fachliche Input, etwa zu Photovoltaik und Batteriespeichern, habe verdeutlicht, wie wichtig Flexibilität im künftigen Energiesystem ist.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Netzwerks ist zugleich der Grundstein für die nächste Etappe gelegt: Ab Herbst wird ein neues Energieeffizienznetzwerk starten, das Unternehmen aus dem Berchtesgadener Land und dem Chiemgau einbindet.

„Ziel ist es, weiteren Betrieben den Zugang zum Erfolgskonzept zu ermöglichen, sie bei konkreten Effizienz- und Klimaschutzmaßnahmen zu unterstützen und den wertvollen Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen fortzuführen“, erklärt Anna Gruber, Geschäftsführerin der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft.

Unternehmen aus der Region sind eingeladen, sich zu beteiligen und gemeinsam weitere Schritte in Richtung Energieeffizienz, Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit zu gehen. Interessierte Betriebe können sich direkt bei Lars Holstein melden.

Über den Wirtschaftsraum Berchtesgadener Land

Den Wirtschaftsraum Berchtesgadener Land zeichnen vor allem seine Alpenlage, der Fokus auf Lebensqualität und berufliche Selbstentfaltung sowie seine direkte Nachbarschaft zu Salzburg aus.

Die Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice GmbH (BGLW) ist die Servicegesellschaft für alle Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Fachkräfte. Diese erhalten die BGLW-Leistungen mit Unterstützung der Sparkasse Berchtesgadener Land kostenlos. Die BGLW steht für den kundenorientierten Service für ihre Unternehmer/innen und Fachkräfte, Impulse zum Erhalt der Standortqualität sowie die verantwortliche Entwicklung des Wirtschaftsraums mit hoher regionaler Wertschöpfung. Zudem verantwortet sie das Standortmarketing des Wirtschaftsraums.